Essen im Freien: Abgase verderben den Appetit

Ein Picknick auf der grünen Wiese im Park, ein Kaffeeklatsch auf dem eigenen Balkon, das Grillfest im eigenen Garten: Das sind Anlässe, zu denen das Essen eigentlich besonders gut schmecken sollte. Dies ist nicht der Fall, wenn diese Orte direkt neben viel befahrenen Straßen liegen und die Abgase sehr zahlreich durch die Luft schwirren. Ein LKW, gerade noch mit tuckerndem Motor an der Ampel stehend, ist beim Anfahren deutlich lauter, als ein PKW. Die Masse, die der PS starke Motor hier in Bewegung setzen und beschleunigen soll, erfordert Kraft. Dementsprechend heult der Motor auf, und gerade bei etwas älteren Lastwagen sieht man deutlich eine dicke, schwarze Wolke aus der Auspuffanlage kommen. Beim bloßen Anblick dieser Schwaden bleibt einem die Schwarzwälder Kirschtorte, bleiben die Picknick Häppchen oder die Grillwürstchen den Menschen im Halse stecken. Je näher der Garten oder der Park beziehungsweise der Balkon dem LKW sind, umso deutlicher kann man auch riechen, was da gerade in der Luft herumfliegt. Alte Busse der öffentlichen Verkehrsbetriebe, Baumaschinen und auch PS starke Autos und Motorräder mit ihren oft stuntartigen Manövern belasten die Luft durch ihre Abgase aber nicht minder.

Wer ungestört im Freien Essen möchte, ohne dabei vom Abgasen behelligt zu werden, tut sich umso schwerer, je größer die Ortschaft ist, in der das Essen stattfindet. Denn auch abseits der Hauptverkehrsstraßen verteilt sich in den Städten der Schmutz in der Luft, auf eine unsichtbare, aber durchaus messbare Art und Weise. Doch angesichts des lärmenden LKW, der den Diesel auf so sichtbare Weise verbrennt, wird einem erst bewusst, was der moderne Fortschritt für den Menschen bewirkt. Nicht alles hat nur Vorteile.

This entry was posted on Donnerstag, Januar 13th, 2011 at 9:36 am and is filed under Abgase & CO². You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. Both comments and pings are currently closed.

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